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Data Center Infrastructure Management: Das Rechenzentrum fit für die Zukunft machen

Rechenzentrumsmanager stehen vor der Herausforderung, dass das RZ in ihrem Unternehmen von Expertensilos bestimmt wird. Im Datacenter der Zukunft müssen die IT-Verantwortliche siloübergreifend für einen effizienten Betrieb, sichere Bereitstellung von IT-Services und flexible Betriebsprozesse sorgen.

Zukunft Bildquelle: © Sergey Nivens - 123RF

Bei diesen anspruchsvollen Herausforderungen schafft die Implementierung einer Data Center Infrastructure Managements (DCIM) Lösung die nötige Flexibilität, Transparenz und Planungssicherheit. Sie schließt die Lücke zwischen der physischen Anlage und der IT-Infrastruktur und hilft dabei, die Effizienz in Rechenzentren zu steigern. Zudem wird DCIM zunehmend für Mittelständler interessant. Denn um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sie ihre Kosten für das Management der IT im Griff behalten. Dies kann sich durch die steigenden Anforderungen der digitalen Transformation schwierig gestalten. Hinzu kommt, dass diese in mittelständischen Unternehmen in der Regel durch eine gleichbleibende IT-Mannschaft bewältigt werden müssen. Darüber hinaus werden etwa 50 Prozent der Kosten in einem Datacenter durch den Energieverbrauch verursacht, und die Energiepreise werden in Zukunft noch weiter steigen. Da liegt es auf der Hand,  ein effizientes Energie-Monitoring und -Management mit einer DCIM Lösung zu etablieren, um diesen Kostentreiber im Griff zu haben.

Die Brücke zwischen IT und Rechenzentrum

Mit modernen DCIM-Lösungen können das Management von IT und Infrastruktur integriert und Rechenzentrumsprozesse automatisiert werden. Dadurch werden nicht nur Betriebsprozesse effizienter, auch die Bereitstellung der Infrastruktur erfolgt zuverlässiger. Zudem lässt sich das Notfallmanagement teilweise oder sogar vollständig automatisieren, etwa durch vorprogrammierte Notfallhandbücher. Ausfallzeiten werden so verkürzt und damit zusammenhängende Kosten verringert. Ein weiterer zentraler Aspekt, der für den Einsatz von DCIM-Lösungen spricht, ist die Optimierung des Energieverbrauchs und der Kühlung sowie der Nutzung der IT-Ressourcen und des zur Verfügung stehenden Raumes im Rechenzentrum.

Aber auch der sichere Zugriff auf IT-Ressourcen ist ein bedeutendes Thema für Unternehmen, etwa durch ein zeitgesteuertes Zugriffsmanagement. Damit erhält die Betriebsmannschaft mit ihrem Auftrag einen Code, der es ihnen erlaubt, in einem definierten Zeitfenster bestimmte Racktüren zu öffnen. Alternativ können die Racktüren auch remote über die DCIM-Lösung geöffnet werden. So wird das Risiko des unautorisierten Zugriffs auf Racks deutlich verringert. Mit DCIM-Tools können außerdem relevante Aktivitäten im Datenzentrum geloggt werden, um im Fall eines Fehlers entsprechende Root Cause Analysen ausführen zu können.

Entlastung in großen Rechenzentren

Besonders positiv wirken sich DCIM-Lösungen auf die Ressourcennutzung, den Planungssaufwand und den generellen Investitions- und Betriebsaufwand in großen Datacentern aus. Daher kommen sie bisher vor allem in großen Organisationen und Unternehmen zum Einsatz, um Ressourcen einzusparen. Darüber hinaus sollten DCIM-Tools besonders beim Aufbau und bei der Renovierung größerer Datenzentren eingesetzt werden. Dort unterstützen sie bei Simulationen und der Kapazitätenverteilung während der Planungsphase, und helfen dabei, das Datacenter ab dem Punkt, an dem es in Betrieb genommen wird, kontinuierlich zu optimieren.

Auch Unternehmen, die in ihrem Rechenzentrum Kapazitätsprobleme haben, Projekte zur Konsolidierung oder Colocation zu planen, oder technische und architektonische Veränderungen erwägen, sollten DCIM-Tools in Betracht ziehen. Dies gilt ebenso für Unternehmen, denen eine Revision des Rechenzentrums bevorsteht, wie auch für solche, die eine Umwelt- oder Nachhaltigkeits-Initiative planen.

Auch Colocation-Anbieter setzen vermehrt auf DCIM, um besser für die Optimierung ihrer Anlagen ausgerüstet zu sein. Teilweise bieten sie einige DCIM-Funktionalitäten auch ihren Mietern an.