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Verkabelung: Licht für intelligente Gebäude

Die Anzahl der Anwendungen, die über die Ethernet-Verkabelung betrieben werden, nimmt rasant zu und schließt nun auch die PoE-Beleuchtung ein.

Hell beleuchtetes Büro Bildquelle: © Siemon

Konvergente IP-Netzwerke sind nicht mehr länger nur ein Konzept, auch die Praxis hat bewiesen, dass sie entscheidende Vorteile für das „intelligente“ Gebäude bringen: Dazu zählen reduzierte CapEx und OpEx, verbesserte Energieeffizienz, geringerer Materialverbrauch, Konsolidierung von Verkabelungstypen, vereinfachte Installation, Zukunftssicherheit und mehr. Diese Vorteile sind einzig deshalb nutzbar, weil Sprache, Daten und die Dienste der Gebäudeautomation (GA) über eine einheitliche Verkabelungsinfrastruktur laufen.

Bei der PoE-Beleuchtung können über die konvergente Ethernet-Infrastruktur Niederspannungs-LED-Lampen gespeist und angesteuert werden, wodurch die sonst benötigten Netzstromkabel eingespart werden. PoE-gespeiste LED-Lampen mit Sensoren können Energieverbrauchsvorteile von bis zu 85 Prozent bringen. Weitere Kosteneinsparungen lassen sich durch die Elektrizitätsverteilung – zum Beispiel zusätzliche Trassen – erzielen und durch bestimmte Steuerungsmechanismen für die PoE-Beleuchtung. Dazu zählen ein mehrstufiges Dimmen und Aktivierung nur bei Anwesenheit, was in der Summe die Betriebskosten spürbar senkt.

Infrastrukturplanung und Anschlusspunkte
Für den Betrieb der PoE-Beleuchtung bietet eine Verkabelung mit Bereichsverteiler sehr große Flexibilität in Hinblick auf Rekonfiguration beziehungsweise Erweiterung, Verwaltung und Kabelmanagement. Sie ist zudem mit vergleichsweise geringen Kosten und Aufwand verbunden. Eine Bereichsverteilung schafft dabei zusätzliche Anschlusspunkte beispielsweise mit LVP-Gehäusen (lokaler Verteilungspunkt) in den Zwischendecken. Vom LVP-Gehäuse lässt sich jedes PoE-Beleuchtungsgerät über kürzere, bequem zu verwaltende Verbindungen anschließen, die sich zudem schnell installieren lassen.

Aufgrund der meist hohen Anzahl an PoE-Beleuchtungsgeräten in einem Raum und der Tatsache, dass im Vergleich zu IT-Equipment eher selten Veränderungen vorgenommen werden, empfiehlt es sich, die Bereichsverteilungsverkabelung für die PoE-Beleuchtung so zu konfigurieren, dass sie die anderer Gebäudeautomations- und für IP-Geräte überlagert. Zudem ist es vorteilhaft, wenn ein dediziertes LVP-Gehäuse Anschlüsse einzig für PoE-Beleuchtungsgeräte bereitstellt und ein anderes Anschlüsse für IP-Geräte oder weitere Geräte der Gebäudeautomation. Gegebenenfalls ist auch eine gemischte Installation möglich.