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Internet of Things: Vernetzt, digital, autonom – und datenintensiv

Das Auto wird zum Teil des Internet der Dinge. Auf die Hersteller rollt eine Datenrevolution zu. Ein Kommentar von Christian Kallenbach, Director of Business Development bei Verne Global.

Datacenter Verne Global Kallenbach Bildquelle: © Verne Global

Christian Kallenbach: "Nordische Länder können den stromhungrigen Daten günstige und erneuerbare Energie entgegensetzen."

Ob Kühlschrank, Kaffeemaschine oder Kamera – die Zahl der Geräte, die mit dem Internet verbunden ist, wächst rasant. So prognostiziert Gartner für das Jahr 2017 weltweit 8,4 Milliarden Geräte – fast ein Drittel mehr als noch im vergangenen Jahr. Einen kleinen, aber wachsenden Anteil daran hat das “Lieblingsspielzeug” der Deutschen, das Auto, das sich mehr und mehr in die Riege vernetzter Geräte im Alltag einreiht. Einer aktuellen McKinsey-Studie zufolge wird sich das Marktvolumen für Connectivity-Dienste in diesem Bereich bis 2020 verfünffachen. Für 13 Prozent der Käufer kommt ein Neufahrzeug ohne Internetzugang und dementsprechende Connectivity-Angebote gar nicht mehr in Betracht.

Der Einzug neuer Technologien wie Digitalisierung der Autos bringt neue Chancen, aber auch neue Herausforderungen für die Automobilbranche mit sich. Denn die Echtzeit-Wartungsinformationen, dynamischen Stauprognosen und adaptierten, automatischen Heizungseinstellungen produzieren Daten – schon jetzt, denn diese Entwicklung ist keineswegs nur ein Gedanke der Zukunft. Dank technischem Fortschritt und der digitalen Transformation sind bereits erste vernetzte Autos auf unseren Straßen unterwegs. Erst Ende 2016 hat das Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur rund 100 Millionen Euro für digitale Testfelder im Bereich computergesteuerter Autos bis 2020 bereit gestellt. Langfristig sollen so genannte Connected Cars zum Transportmittel für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt werden.