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Outsourcing: Neue Orientierung für den IT-Betrieb

„Bei allen Dingen, die man nicht selbst erledigen kann, sei es aus Mangel an Fähigkeit, oder aber sei es aus Mangel an Zeit, ist eines die Hauptsache: Die richtigen Leute finden, welchen man die Arbeit übertragen kann“, so Robert Bosch. Für die IT-Abteilung gilt diese Aussage heute mehr denn je.

Sergey Nivens, fotolia Bildquelle: © Sergey Nivens, fotolia

Die IT-Abteilung hat ihren früheren Sonderstatus im Unternehmen endgültig eingebüßt. War sie einst das geheimnisvolle alchemistische Labor, muss sie heute ihren Wertbeitrag zum Unternehmen und zu den Geschäftszielen zeigen. Die
Analysten von Gartner sagen voraus, dass 20 Prozent der jetzt marktführenden Unternehmen bis 2017 ihre Marktposition an ein Unternehmen verlieren werden, das nach 2000 gegründet wurde. Eine große Rolle spielen dabei sicherlich die Anforderungen, die sich hinter den Schlagworten Digital Enterprise, Industrie 4.0 oder Internet of Things verbergen. Die Digitale Transformation nimmt ihren Lauf und die IT-Abteilungen müssen sich damit beschäftigen, wie sie den Wandel schaffen können.

Viele ITK-Entscheider stehen dabei vor den gleichen Herausforderungen: Das Know-how, welches zur Umsetzung neuer Lösungen notwendig wird, ist sowohl im eigenen Unternehmen als auch auf dem Markt schwer verfügbar. Insbesondere neue Technologien wie Cloud-Computing erfordern spezielle unternehmerische und rechtliche Rahmenbedingungen, die sich intern nur schwer umsetzen lassen. Das gilt besonders für Unternehmen abseits der Ballungszentren und für Betriebe, die mit Legacy-Systemen arbeiten. Denn hier gibt es kaum Nachwuchs an qualifizierten Administratoren.

Oftmals sind zudem die eigenen Raumkapazitäten bereits ausgeschöpft. Die Vergrößerung eines bestehenden Rechenzentrums bringt Kosten wie Energieversorgung, Klimatisierung und Recovery-Site mit sich und ist daher wirtschaftlich kritisch zu bewerten. Auch Aufgaben wie die Konsolidierung der Systeme und der IT-Standorte überfordern einige IT-Abteilungen schon rein personell. In dieser Situation kommen spezialisierte Dienstleister ins Spiel. Sie übernehmen mit dem notwendigen Know-how Teile oder auch den gesamten IT-Betrieb und entlasten damit die interne IT-Abteilung. So reduziert sich die Zahl der Mitarbeiter, die im Bereich Daily Operations gebunden ist. Diese können sich stattdessen wieder um Innovationen kümmern, die als Business Enabler einen Wettbewerbsvorteil versprechen. Eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstitutes Crisp Research untermauert diesen Trend. Demnach arbeiten bereits 81 Prozent der befragten deutschen Unternehmen mit externen Partnern. Doch welche Dienste sollen ausgelagert werden, und welcher Dienstleister ist der „Richtige“?