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Cloud-Monitoring: Mittelständische Datenwolke

Ob Gesundheit, Tourismus, Logistik, Maschinenbau, ITK oder andere, die Cloud erreicht den Mittelstand quer durch alle Branchen. Dabei zeigt sich: „Die eine Cloud“ gibt es nicht. Stattdessen nutzt jede Organisation die Datenwolke auf ihre Weise und auf ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Bildquelle: © Paessler

Bietet eine Cloud-Lösung gegenüber einer Inhouse-Lösung Vorteile in Hinblick auf Kosten, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit? Werden bei der Cloud-Alternative alle Sicherheitskriterien erfüllt?

Wie wird die Akzeptanz der neuen Cloud-Lösung bei den Kollegen sein beziehungsweise wie hoch wird der Aufwand für Überzeugungsarbeit und Schulungen sein? Wie verändert sich der berufliche Alltag des Administrators? Und: Rechtfertigt der Mehrwert einer Cloud-Lösung den Aufwand für die Migration?

Dies sind einige Fragen, die sich mittelständische Unternehmen stellen sollten, bevor sie den Schritt in die Datenwolke wagen. Schließlich kann dieser Schritt für die Zukunft des Unternehmens und speziell für die Arbeit des Administrators ein ganz entscheidender sein. Von daher ist es für viele Betriebe durchaus angebracht den wichtigen Schritt genau zu planen. Denn im Gegensatz zu Startups oder Konzernen, die die Wolke aus Kostengründen beziehungsweise für den Aufbau einer internationalen IT-Struktur nutzen, stehen Mittelständlern oft nur begrenzte Ressourcen für große Migrationsprojekte zur Verfügung. Auch ist die Hemmschwelle groß, in bewährte Strukturen und Prozesse einzugreifen, ohne den wirklichen Nutzen der Cloud genau zu kennen.

Transparente Kostenplanung

Also sollte man positiv an die Wolke ran gehen und fragen: Was spricht für diesen Schritt? Zunächst einmal die Kosten. Diese werden zum einen reduziert, zum anderen auch transparenter. Reduziert insofern, dass unvorhergesehene Investitionen bei Ausfällen oder Kompatibilitätsproblemen mit neuen Geräten größtenteils entfallen. In herkömmlichen Infrastrukturen muss veraltete Hardware ersetzt werden. Investitionskosten, Arbeitszeit und Pflegeaufwand spielen dort eine wesentliche Rolle – in Cloud-Infrastrukturen nur noch eine untergeordnete. Lizenzgebühren, Hardwarekosten, Installations-  und Konfigurationskosten sind nur noch minimal. Im Gegensatz zu schwer berechenbaren Investitionen in Hardware und Software sind die Kosten für Cloud-Lösungen transparent. Gebühren fallen häufig monatlich und pro Arbeitsplatz an, so dass sich die kontinuierlichen Zahlungsflüsse einfacher in die Kostenplanung integrieren lassen, was der Geschäftsführung wiederum eine langfristige Planung erleichtert.

Ein weiterer Vorteil ist die bedarfsgerechte Anpassung beziehungsweise Auslastung von Kapazitäten. Jedes Unternehmen verzeichnet zu einem oder mehreren bestimmten Zeiten im Jahr Lastspitzen und Ruhephasen – beispielsweise saisonal (Sommer, Weihnachten etc.). Cloud-Lösungen lassen sich jederzeit an den tatsächlichen Bedarf anpassen und sind skalierbar. „Pay per Use“ heißt der Zauberslogan, der besagt, dass nur dann Kosten entstehen, wenn die Ressourcen wirklich benötigt werden. Womit bereits der Punkt Flexibilität angesprochen wäre: Cloud-Anwendungen sind die Basis für eine moderne, flexible Arbeitswelt, weil sie Zugriffe auf eigene Dateien auch auf Reisen, bei Kunden vor Ort oder aus dem Home-Office heraus ermöglichen. Damit steigern Unternehmen ihre Effizienz und erhöhen ihre Attraktivität speziell bei neuen jungen Fachkräften, die Flexibilität suchen.

Eine weitere wichtige Frage, der sich jedes Unternehmen stellen sollte: Wie steht es mit dem Thema Sicherheit? Meist wird Cloud-Lösungen weniger Datensicherheit unterstellt. Aber ob Cloud oder inhouse: Das Risiko, in das Fadenkreuz von Wirtschaftskriminellen zu geraten, besteht für jedes erfolgreiche mittelständische Unternehmen. Wo die Daten auch liegen: Völlige Sicherheit gibt es nicht. Rechenzentren von Cloud-Dienstleistern können einen hohen Sicherheitsstandard vorweisen. Ist das gewährleistet, kann die Cloud sogar zur Variante mit dem Plus an Sicherheit werden.

Administratoren als innovative Triebkraft

Auch beim Thema Ausfallsicherheit hat die Cloud einen entscheidenden Vorteil. IT-Administratoren kennen das Problem: Ausgerechnet am Wochenende oder während des Urlaubs fällt eine Festplatte aus. Als „Feuerwehrmann der IT“ gilt es daher, immer rufbereit zu sein und im Ernstfall schnellstmöglich das Problem zu beheben. Eine nicht unwesentliche Belastung, die bei einer Cloud-Infrastruktur deutlich reduziert werden kann. Auch zeit- und nervenraubende Verwaltungstätigkeiten wie die Installation von Software-Updates nehmen Administratoren viel Zeit weg, die sie sinnvoller nutzen könnten. Bei Cloud-Lösungen hingegen werden Updates per Knopfdruck im gesamten Unternehmen ausgerollt oder liegen gleich beim Cloud-Anbieter.  

Neben diesem Zeitersparnis-Faktor bietet sich dem Administrator eine noch viel grundlegendere Chance durch die Cloud. Denn ein Administrator, der offen ist für die Cloud, kann zur innovativen Triebkraft im Unternehmen werden. Welche Fachabteilung könnte mit einem Cloud-Dienst effektiver oder effizienter arbeiten? An welchen Stellen können Arbeitsprozesse optimiert werden? Als Impulsgeber und Vordenker arbeiten Administratoren so direkt der Geschäftsführung zu und verstehen sich als interner Dienstleister: Fachabteilungen, Partner oder Zulieferer brauchen Hilfe und Unterstützung mit neuen Cloud-Services. Hierfür können Administratoren verständliche Anleitungen und FAQs erstellen oder interne Workshops organisieren. So vernetzen sie die Fachabteilungen und erhöhen die Produktivität der Mitarbeiter.

Aber auch bei der Arbeit mit Cloud-Diensten gilt das bewährte Administrator-Mantra: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Daher ist es essenziell, eine Monitoring-Instanz aufzubauen, um in sekundenschnelle informiert zu werden, sobald technische Probleme im Netzwerk und bei der Cloud-Anbindung drohen.