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Statement: Hybrid-IT: Das Beste aus zwei Welten

Informationen im eigenen Rechenzentrum, einer Private- oder Public-Cloud verarbeiten? Die Antwort der meisten Unternehmen auf diese Frage lautet: sowohl als auch. Hybride IT-Lösungen, also die Verbindung von Public- und Private-Clouds mit der bereits bestehenden IT-Infrastruktur haben in Europa und besonders in Deutschland Konjunktur. Dies ergab die aktuelle Studie "The Rise of Hybrid-IT", die IDG Connect im Auftrag von Interxion durchgeführt hat.

Peter Knapp, Geschäftsführer von Interxion Deutschland Bildquelle: © Interxion

Peter Knapp, Geschäftsführer von Interxion Deutschland

Das Hybrid-Modell verspricht dabei das Beste aus beiden Welten: Hochsensible Daten bleiben im eigenen Rechenzentrum, weniger kritische Anwendungen können in die Private-Cloud ausgelagert, dort nach Bedarf getestet und schließlich kostensparend in die Public-Cloud überführt werden. Komplexe interne Workloads und Anwendungen müssen dabei zuverlässig und latenzfrei mit externen Standorten verbunden werden. Um den Übergang hin zu einer Hybrid-IT zu erleichtern, bieten Colocation-Anbieter neue Basistechnologien wie direkte Verbindungen zur Public-Cloud. Gepaart mit der Leistungsfähigkeit und Vernetzung des deutschen Cloud-Zentrums, sind das wichtige Motoren für den Erfolg hybrider IT-Konzepte.

Die genannte Studie zeigt, dass heute bereits 58 Prozent der deutschen Unternehmen hybride IT-Lösungen nutzen. Sie setzen damit hybride Konzepte intensiver ein als der europäische Durchschnitt, der bei 45 Prozent liegt. Im kommenden Jahr werden Unternehmen hierzulande diesen Vorsprung noch ausbauen. So schätzen 98 Prozent, dass sie in 2016 hybride IT-Lösungen verwenden, aber nur 80 Prozent der europäischen Firmen.

Die Realität ist heute schon „hybrid“

Ebenfalls 58 Prozent der deutschen Unternehmen verwenden Private-Cloud-Umgebungen und immerhin 55 Prozent Public-Cloud-Services. Dieser hohe Wert ist angesichts der häufig diskutierten Bedenken in Sachen Sicherheit und Performance durchaus überraschend. 51 Prozent der Unternehmen in Europa erwarten, dass sie innerhalb der nächsten fünf Jahre mehr Workloads in die Public-Cloud verschieben. Dabei bleiben jedoch gerade bei geschäftskritischen, sensiblen Daten eigene Rechenzentren für 44 Prozent eine sehr wichtige Komponente. Dieser niedrige Wert ist für den Schutz solch wichtiger Informationen bemerkenswert.

In Deutschland besitzt die Hälfte der Befragten Sicherheitsbedenken, 42 Prozent halten die Umsetzung von Datenschutz- und Corporate-Governance-Regeln in der Cloud für schwierig. Erst an dritter Stelle folgt die Netzwerkleistung (32 Prozent). Gäbe es keine Netzwerkprobleme, würden sogar 89 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland Workloads in die Cloud verlagern. Dabei möchten aber 41 Prozent das Internet für Unternehmenslösungen umgehen und sich über eine WAN-Verbindung oder Direktverbindungslösung (Direct-Connect) mit der Cloud vernetzen.

Direkte Cloud-Anbindung steht hoch im Kurs

Diese Ergebnisse beweisen, dass sich Unternehmen heute schon auf dem Weg in die Wolke befinden und die nächste Welle der Cloud-Migration unmittelbar bevorsteht. Die steigende Zahl der Firmen, die Direct-Connect-Services einsetzen, wird die Cloud-Nutzung weiter vorantreiben. Insbesondere Rechenzentren für Colocation bieten immer häufiger direkte Anbindungen an unterschiedliche Cloud-Plattformen und fungieren so als Zentrale für hybride IT-Konzepte.

Die Basis für Cloud-Computing bildet eine leistungsfähige, hochverfügbare und skalierbare Rechenzentrumsinfrastruktur. Darüber können Cloud-Anbieter ihren Kunden nach Bedarf Speicherkapazitäten und Software zur Verfügung stellen. Durch die Konzentration zahlreicher Netzbetreiber und die unmittelbare Nähe zur Kerninfrastruktur des Internetaustauschknotens DE-CIX betreibt beispielsweise Interxion auf dem Frankfurter Rechenzentrums-Campus eines der größten deutschen Cloud-Zentren und ist damit besonders für große, internationale Cloud-Provider attraktiv. Ähnlich einem digitalen Marktplatz ist hier ein so genannter Cloud-Hub entstanden. Unterschiedliche Marktteilnehmer einer Branche siedeln sich in nächster Nähe in einer digitalen Community an, um auf kürzesten Wegen, mit geringster Latenz sowie exzellenter Konnektivität Daten unter deutschem Datenschutzrecht austauschen zu können. Durch diese höchst effiziente Vernetzung generiert der Cloud-Hub zusätzliche Wertschöpfung. Dies fördert das Wachstum für den digitalen Konsum und treibt die Entwicklung von Cloud-Computing in Deutschland voran. So setzt der Standort Frankfurt als einer der weltweit am besten vernetzten digitalen Knotenpunkte Wachstumsimpulse für die gesamte deutsche Wirtschaft.