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Crisp-Research-Studie zu Openstack: Openstack soll zum De-facto-Standard für barrierefreie Cloud-Umgebungen werden

Openstack ist einer der zentralen Technologietrends im weltweiten Cloud-Markt. Schon lange hat das Open-Source-Cloud-Management-Framework die Nische verlassen und wirbelt nun die Cloud-Planungen der CIOs und Service-Provider durcheinander. Doch wie sehen deutsche IT-Entscheider die Entwicklung von Openstack? Eine Studie von Crisp Research.

Bildquelle: © HP

Mit der Studie „OpenStack im Unternehmenseinsatz“ liefert Crisp Research die ersten empirischen Ergebnisse zum Einsatz von Openstack in deutschen Unternehmen. Die Studie wurde in Kooperation mit HP Deutschland durchgeführt und reflektiert die Einschätzungen von über 700 IT-Entscheidern in der DACH-Region.

Die Studie hat gezeigt, dass Cloud-Computing für die breite Mehrheit der Unternehmen zur Realität geworden ist. So lassen sich nur noch 26 Prozent der Unternehmen den „Cloud-Verweigerern“ zurechnen. „Für erfahrene Cloud-Anwender haben Standardisierung und Kontrolle ihrer hybriden beziehungsweise Multi-Cloud-Umgebungen höchste Priorität“, weiß Dr. Carlo Velten, Senior Analyst und CEO von Crisp Research zu berichten. In diesem Kontext spielt Openstack eine immer größere Rolle für CIOs, Rechenzentrumsleiter und Cloud-Manager. So beschäftigen sich derzeit schon 29 Prozent aller Cloud-Anwender aktiv mit dem Open-Source-basierten Cloud-Management-Framework.

Gleichzeitig wird Openstack in der IT-Community nicht mehr als Nischentechnologie oder Marketing-Hype verstanden. Für 58 Prozent der befragten IT-Entscheider stellt Openstack mittlerweile eine echte Alternative für etablierte Cloud-Management-Lösungen dar. „Openstack hat das Potenzial, der kommende De-facto-Standard für komplexe IaaS-Umgebungen zu werden, und wird für immer mehr CIOs und Cloud-Service-Provider zur Schlüsseltechnologie für barrierefreie Multi-Cloud-Infrastrukturen“, resümiert René Büst, Senior Analyst und Cloud Practice Lead bei Crisp Research.

Andererseits zeigte die Studie, dass die Anwender sich der hohen Komplexität der Open-Source-Technologie durchaus bewusst sind. Da nur wenige Unternehmen schon über mehrjährige Openstack-Erfahrung verfügen, plant die Mehrheit der Anwender (76 Prozent) den Einsatz professioneller und vorkonfigurierter Openstack-Distributionen und die Unterstützung externer Dienstleister. Openstack-Skills zählen für Cloud-Integratoren und -Dienstleister somit zu den elementaren Differenzierungsmerkmalen.

Schlussendlich unterstreicht das Interesse an Openstack nicht nur die hohe Affinität deutscher IT-Entscheider für Open-Source, sondern stellt auch einen Indikator für eine neue Welle an Open-Source-Technologien wie zum Beispiel "Docker", "Salt", "Mesos" und andere dar, die gerade Einzug in die Rechenzentren halten. „Wir gehen davon aus, dass sich auf Grundlage von Openstack vielfältige Cloud-Ökosysteme bilden werden, organisiert von lokalen oder internationalen Broker-Plattformen“, sagt Klaus Berle, Director Cloud Computing bei HP Deutschland. „Für die Anwender erhöht das die Vielfalt der interoperablen Cloud-Angebote. Und auf der Anbieterseite werden sich dadurch neue Cloud-Geschäftsmodelle herausbilden.“