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Cloud-Services: Transparenz für das Cloud-Business

Cloud-Computing hat die Unternehmen erobert. Aber der Einsatz unterschiedlicher Cloud-Services von mehreren Anbietern bedeutet für Unternehmen auch eine zunehmende Komplexität.

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irkt die erste Cloud-Lösung wie ein Segen, wird das Thema ab der fünften Lösung häufig als Fluch empfunden – zumindest aus Sicht der IT-Abteilung eines Unternehmens, die das Ganze managen soll. Über 80 Prozent der Firmen in den USA (Gartner) und 40 Prozent in Deutschland (Bitkom) arbeiten in einer Multi-Cloud-Umgebung. Allein 45 Prozent der Fachabteilungen entscheiden selbst, welche Services sie nutzen möchten.

Sie reagieren damit auf einen Trend, der unsere gesamte Wirtschaft zunehmend bestimmt: die Digitalisierung einzelner Prozesse, ja sogar ganzer Geschäftsmodelle. Dies verlangt immer kürzere Reaktionszeiten, Unternehmen müssen sich digital transformieren, um rasch und flexibel neue Produkte am Markt zu platzieren. IT-Lösungen aus der Wolke sind dafür die ideale Basis. In mittelständischen Unternehmen können im Extremfall duchaus eine zweistellige Zahl an Cloud-Lösungen parallel im Einsatz sein.

Für den CIO stellen sich also drei zentrale Fragen: Wie stellt er sicher, dass die Fachabteilungen seines Unternehmens jene Anwendungen erhalten, die sie brauchen? Wie lassen sich die zahlreichen Cloud-Services und -Anwendungen zentral und anbieterübergreifend managen? Und wie lässt sich volle Flexibilität und Ausfall-
sicherheit gewährleisten?

Cloud-Infrastrukturen optimal ausnutzen

„Eine solche Multi-Cloud ist bei Leistungen aus dem Bereich Infrastructure as a Service sogar von Vorteil“, sagt René Büst, Senior Analyst bei Crisp Research. Denn wer ausschließlich auf einen Dienst setzt, kann plötzlich ohne diesen Service dastehen. So ging es zum Beispiel den Kunden von Nirvanix, dessen Storage-Service mit einer Vorlaufzeit von 30 Tagen eingestellt wurde. Das ist wenig Zeit, um mit den Daten zu einem anderen Dienstleister oder in ein altenatives Rechenzentrum umzuziehen. Risikostreuung ist also eine wichtige Option und ein Grund für die Multi-Cloud: Der CIO verteilt die verschiedenen Einsatzbereiche auf mehrere Anbieter.

„Aktuell wird sehr intensiv über Multi-Cloud im IaaS-Umfeld diskutiert“, stellt René Büst fest. Nach seiner Erfahrung wollen die Unternehmen Kosten und Leistungen unterschiedlicher Cloud-Infrastrukturen optimal auszunutzen. Büst zufolge geht es darum, Daten- und Insellösungen in Zukunft zu vermeiden, die Integration zu vereinfachen und Unternehmen bei ihrer Best-of-Breed-Strategie zu unterstützen.
Ein erster Ansatz dafür sind Cloud-Marktplätze, die ein Portfolio aus unterschiedlichen Lösungen anbieten. Aus denen kann der CIO eine Cloud-Produktivitätssuite zusammenstellen. Solche Lösungen verringern die Herausforderung durch ein breites Anbieterspektrum, das von IT-Einkäufern bei einer punktuellen Marktbeobachtung kaum mehr zu erfassen ist.

Außerdem unterliegen die Angebote einer großen Dynamik durch Anpassung der Produktstrategie, der Preisgestaltung und der regelmäßigen Updates mit neuen und veränderten Funktionen. Dadurch veraltet das Know-how im Cloud-Umfeld sehr rasch. Der schnelle Wandel erschwert es dem CIO und seinen Team, hier stets auf dem neuesten technischen Stand zu sein.

Doch ein Cloud-Marktplatz hilft kaum, den Überblick über die gebuchten Cloud-Lösungen zu behalten – von aktivem Management ganz zu schweigen. So bleibt das Migrieren von Workloads von einem Anbieter zum anderen schwierig. Multi-Cloud-User können also den Preisverfall bei IaaS gar nicht ausnutzen, denn der würde schnell von den Migrationskosten aufgefressen. Kurz: Wenn Multi-Cloud die Norm wird, steigt der Bedarf an Service-Orchestrierung, guter Verwaltbarkeit, leichter Skalierung und automatischer Migration zwischen verschiedenen Anbietern. Hinzu kommt eine wichtige Basisanforderung: Sicherheit, zum Beispiel durch ausschließlichen Betrieb auf einer hochsicheren Plattform und in sicheren EU-Ländern. „Unsere Kunden und Partner wünschen sich aufgrund der strengen Datenschutzbestimmungen in Deutschland eine Cloud `made in Germany´. Wir tragen diesem Wunsch auch mit einer jüngsten Investition in das hochmoderne Rechenzentrum am Standort Magdeburg/Biere Rechnung“, so Bernd Wagner, Senior Vice President Sales Germany von T-Systems. Gefragt ist zudem eine Lösung für das Cloud-Portfoliomanagement, die aber nicht beim reinen Admin-Tool stehen bleibt.

Ein passendes Produkt mit diesem Leistungsspektrum ist der „Cloud Broker“ von T-Systems, dessen Funktionsumfang ein „Most Wanted“ aus der Beratungspraxis des Unternehmens im Cloud-Umfeld abbildet.