Sie sind hier: HomeDatacenter

Infrastruktur: Die Ethernet-Story

Am 22. Mai 2013 feierte Ethernet seinen vierzigsten Geburtstag. Vierzig Jahre gelten in der IT schon als Ewigkeit, und doch ist Ethernet heute keineswegs alt und verbraucht – ganz im Gegenteil. Kontinuierliche Weiterentwicklung sorgt dafür, dass Ethernet frisch bleibt und allen zukünftigen Anforderungen gewachsen sein wird, was immer sie auch sein werden. In die Zukunft blicken wir gern und oft, ebenso interessant ist aber auch der Blick zurück.

Bob Metcalfes Diagramm seiner Original-Ethernet-Vision. Bildquelle: © Image provided courtsey of Palo Alto Research Center Inc., a Xerox Company

Bob Metcalfes Diagramm seiner Original-Ethernet-Vision.

Die Geburtsstunde von Ethernet – und damit die des modernen Networkings – lässt sich sehr genau bestimmen: Am 22. Mai 1973 zeichnete Robert (Bob) Metcalfe ein Diagramm und verfasste ein Memo, das erstmalig das Konzept von Ethernet beschrieb. Auch der Geburtsort ist bekannt: Es geschah im Palo Alto Research Center der Firma Xerox, kurz Xerox PARC. Damit gilt Bob Metcalfe gemeinhin als Vater oder Erfinder von Ethernet, aber er sagt: „Dave Boggs und ich waren die Haupterfinder von Ethernet, aber wir hatten sehr viel Hilfe. Auf dem schließlich erteilten Patent sind Butler Lampson und Chuck Thacker genannt, die beide eine Menge beisteuerten. Tat Lam half bei der Entwicklung des Transceivers, und dann war da noch David Liddle. Und die Liste geht noch weiter.“

Der Ort war also das Silicon Valley, die Zeit waren die 1970er und Innovation lag in der Luft. Eine tolle Geschichte, aber diese Zeit als die Goldene Zeit der Innovation zu bezeichnen, verfehlt den Schlüsselpunkt, denn die globale Ausbreitung von Ethernet erzeugte ja eine noch fruchtbarere Kultur der Innovation. Metcalfe versichert: „Wir hatten kein Google, wir hatten kein Internet. Heutige Innovatoren können in einem Wimpernschlag fast sämtliche vorangegangene Arbeit und Menschen, die im selben Feld tätig sind, finden. Sie können aus der Ferne zusammenarbeiten. Wir haben heute also etwas, das ich kollektive Intelligenz nenne, das erzeugt wurde durch die Konnektivität des Internets, und das Innovation tatsächlich beschleunigt.“