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Konsumtrends: Technik-Nutzung auf hohem Niveau

Die gfu hat in einer repräsentativen Studie 2.000 Haushalte in Deutschland zu ihrem Kaufverhalten befragt. Eine Quintessenz: Die Technik-Nutzung ist auf einem hohen Niveau, vielfach aber altersabhängig unterschiedlich akzeptiert.

Was will der Nutzer? Bildquelle: © fotolia.com

Der Nutzer, das unbekannte Wesen? Die gfu Studie 2017 geht Motiven, Einstellungen und Kaufkriterien von Konsumenten nach.

Bleibt der Fernseher das beliebteste Gerät der Consumer Electronics? Verdrängen Streaming und Abo-Dienste das traditionelle Fernsehen? Wie wichtig sind Bildqualität und Bildschirmgröße? Wird Virtuelle Realität zum Marktrenner? Genießt Telemedizin zunehmend Vertrauen? Werden die Deutschen ein Volk von Hobby-Köchen? Wird die Küche gar das neue Wohnzimmer? Dies waren nur einige Fragen einer repräsentativen Studie mit der Befragung von 2.000 Haushalten in Deutschland, die im Mai dieses Jahres von Value_A Marketing Intelligence im Auftrag der gfu Consumer & Home Electronics durchgeführt wurde. Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu, stellte die Ergebnisse der Studie am 11.Juli im Rahmen des Veranstaltungsformats gfu Insights & Trends vor rund 400 Journalisten sowie Teilnehmern aus Industrie und Handel vor.
 
Technik-Nutzung auf hohem Niveau, aber altersabhängig
Die Technik im Haushalt wird intensiv genutzt, allerdings unterschiedlich stark in den Altersgruppen. Der PC steht hier mit 90 Prozent erstmals an der Spitze, dicht gefolgt vom Fernseher mit 89 Prozent. In der Altersgruppe 60+ liegen beide Produkte sogar bei 95 Prozent. Auf Rang drei platziert ist das Smartphone mit 83 Prozent. Mit 91 Prozent liegt die Nutzung hier in der Altersgruppe der 1-6 bis 39-Jährigen deutlich über dem Gesamtwert. Internet-Router werden von 77 Prozent und Tablet-PCs von 50 Prozent der Befragten genutzt.
 
Noch stärker altersabhängig sind die Angaben bei Spiele-Konsolen, Audio-Streaming und der Smart Home-Ausstattung. So liegt der Wert für die Nutzung von Spiele-Konsolen im Schnitt bei 28 Prozent. Für die 16- bis 39-Jährigen dagegen liegt er bei 47 Prozent, während nur sieben Prozent der über 60-Jährigen mit der Konsole spielen. Ein ähnliches Bild zeigt sich für Audio-Streaming: Im Durchschnitt liegt die Nutzung bei zwölf Prozent, während aber 22 Prozent der 16 bis 39 Jährigen streamen und nur vier Prozent bei der Generation 60+. Über alle Altersgruppen hinweg besitzen acht Prozent der in der gfu Studie Befragten eine Smart Home-Ausstattung. Dabei haben 14 Prozent der 16-bis 39-Jährigen und nur drei Prozent der über 60-Jährigen ein Zuhause mit smarter Technik.
 
Die jüngere und die ältere Generation gehen auch mit ihren Smartphones ganz unterschiedlich um. Soziale Medien nutzen 66 Prozent der 16- bis 39-Jährigen, die über 60 Jährigen nur zu 39 Prozent. Der Durchschnitt liegt bei 53 Prozent. Nachrichten und Artikel lesen 43 Prozent aller Befragten mit dem Smartphone, bei den 16 bis 39 Jährigen sind es jedoch 52 Prozent und nur 38 Prozent in der Altersgruppe 60+. Eine ähnliche Verteilung ergab die Nutzung von Informationen zu Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Der Schnitt liegt bei 36 Prozent. 49 Prozent der 16- bis 39-Jährigen planen ihre Fahrten mit dem Smartphone, aber nur 27 Prozent der über 60 Jährigen. Waren und Dienstleistungen bezahlen 36 Prozent der Befragten mit dem Smartphone, die 16- bis 39-Jährigen erledigen dies zu 49 und die Gruppe 60+ zu 21 Prozent. Preisvergleiche mit dem Smartphone führen insgesamt 32 Prozent durch. Mit 38 Prozent liegen wieder die 16 bis 39 Jährigen an der Spitze, während sich die über 60-Jährigen dieser Möglichkeit nur zu 23 Prozent bedienen.