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Digital Signage & Gamification: Spielend einkaufen

Schon Schiller wusste: der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt. Kein Wunder also, dass Gamification in aller Munde ist. Dabei zeigt sich: Digital Signage kann ein idealer Touchpoint für unterschiedliche Gamification-Projekte sein.

Darth Vader Bildquelle: © Bild: funkschau Quelle: Danielle Tunstall-123rf

Gamification, verstanden als das Hinzufügen und das Anwenden von Spieledesign-Elementen und spielerischen Aspekten auf nicht-Spiele-Anwendungen, ist in erster Linie eine konzeptionelle Herausforderung. Denn hier wird versucht, Spielmechaniken auf eher eintönige und wenig interessante Prozesse zu übertragen. Dazu gehört, sich Gedanken über zeitgemäße Formen des Zusammenarbeitens und die Art und Weise zu machen, wie Unternehmen Kunden oder Mitarbeiter begeistern und motivieren können. Auch im Umfeld von Industrie 4.0 ist Digital Signage eine geeignete Schnittstelle zwischen Mensch- und Maschinenprozessen. Technologie ist dabei nur Mittel zum Zweck. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, bei Gamification auf den technologischen Fortschritt zu setzen. Die Berührungspunkte, in denen sich Gamification technologisch „manifestiert“, werden wiederum als Touchpoints bezeichnet. Dazu gehören Webseiten, Social Media-Kanäle, Smartphones, Wearables und Digital Signage-Lösungen.

Digital Signage als markanter Touchpoint

Das Smartphone kommt den meisten Nutzern und Unternehmen in Hinblick auf eine Gamification-Schnittstelle höchstwahrscheinlich als erstes in den Kopf, schließlich besitzt heutzutage fast jeder ein Handy. Es ist jederzeit verfügbar und Anbieter müssen den Umgang nicht erklären. Dennoch gibt es in Sachen Smartphone auch gewichtige Nachteile: der Bildschirm ist in der Größe limitiert und kann nicht alles visualisieren. Wenn man Gamification mit dem Smartphone verknüpft, müssen sich Unternehmen Gedanken machen, ob dies über eine App oder eine mobile Webseite geschehen soll. Als alternative Lösung kann sich deshalb eine weitere Technologie anbieten, die mit großen Monitoren, Stelen und Videowalls arbeitet: Digital Signage. Größer und markanter als Smartphones, stellen Infoterminals weithin sichtbare „Landmarks“ dar, um Gamification etwa am Point of Interest oder Point of Sale zu integrieren: Museen, Geschäfte, Behörden, Universitäten und auch die Industrie in der Fertigung setzen mittlerweile vermehrt auf touchfähige Monitore und Stelen, um die Akteure zur Interaktion aufzurufen und Informationen darzustellen. Zusätzlich können sie das Smartphone nutzen, um etwa die Leute zu identifizieren (via Beacons zum Beispiel) oder Inhalte und Aktionen auf das mobile Gerät zu bringen (etwa über QR-Code-Scan).

Gerade im Umfeld von Industrie 4.0 zeigt Digital Signage seine Stärken: Mit Hilfe spielerischer Elemente kann es Gamification in der Fertigung ermöglichen, Prozesse besser zu visualisieren, spannender für den Menschen aufzubereiten und so Motivation und Qualität der Arbeit zu steigern.

Gelungene Integration von DS in Gamification-Anwendungen

Digital Signage stellt eine große Chance für Gamification-Anwendungen dar. Erstens sind digitale Displays, Videowalls und Terminals mittlerweile allgegenwärtig und in Zukunft voraussichtlich überall zu finden, sodass Kampagnen über das Internet, Social Media und das Smartphone weiter in den öffentlichen Raum verlängert und gekoppelt werden können. Zweitens zeigen verschiedene Einsatzszenarien bereits jetzt, wie Gamification mit Digital Signage verbunden sowie umgesetzt werden kann – und worin der Reiz großer, interaktiver Displayflächen bestehen kann. Zudem ist es für die Digital Signage-Branche essenziell, nachhaltige Lösungen zu implementieren, die von Kunden intensiv genutzt werden. Dank Gamification kann die Interaktionsrate und Nutzungsdauer der Digital Signage Installationen gesteigert werden.

Ibrahim Mazari ist Leiter PR/Kommunikation beim Softwareunternehmen Dimedis