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Bitkom-Forderung nach Brexit: Handel braucht schnell Rechtssicherheit

Das Brexit-Votum der Briten vom letzten Sommer zeigt erste Auswirkungen auf den Handel mit digitalen Technologien. "Das britische Pfund hat nach dem Brexit-Votum deutlich abgewertet. Das ist die Erklärung für jetzt schon sinkende Exporte und steigende Importe", so Rohleder von Bitkom.

Brexit Bildquelle: © nerthuz - 123RF

Die Ausfuhr deutscher Güter aus den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik sowie Unterhaltungselektronik in das Vereinigte Königreich sei demnach im Jahr 2016 um 8 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zurückgegangen. Nach Frankreich sind Großbritannien und Nordirland dennoch weiter zweitgrößter Handelspartner für Digitalprodukte aus Deutschland.

Bildquelle: © Bitkom

Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom: “Die EU und Großbritannien müssen sich innerhalb der Zwei-Jahres-Frist auf ein Übergangsabkommen einigen, um den Handel nicht zu erschweren.”

Die Einfuhren stiegen um 9 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Das teilt der Digitalverband Bitkom anlässlich des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union mit, den die britische Regierung heute mit einem formalen Antrag nach Artikel 50 des EU-Vertrags einleitet.

Für die anstehenden zunächst zweijährigen Austrittsverhandlungen unterstützt der Bitkom die Position der Bundesregierung. „Der gegenseitige Marktzugang muss mit möglichst niedrigen Barrieren erhalten bleiben. Zugleich darf aber kein Präzedenzfall geschaffen werden, der andere Mitgliedsstaaten ebenfalls zu einem EU-Austritt ermutigt“, sagt Rohleder. Großbritannien dürfe zwar nicht für die Entscheidung bestraft werden, aber es müsse auch klar sein, dass es nicht mehr alle Vorteile des europäischen Binnenmarktes genießen könne. „Was der Handel jetzt schnell braucht, ist Rechtssicherheit”, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Rohleder weiter.