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Telefónica: Partnerprogramm für das IoT

Telefónica Deutschland hat sich den Ruf als zuverlässiger Player im IoT-Projektgeschäft erarbeitet. Dabei kommt den Partnern eine tragende Rolle zu. Wie die weitere Wachstumsstrategie für das laufende Jahr 2017 aussieht, erklärt Global Partner Manager Steffen Woerner im funkschau-Interview.

Steffen Woerner Telefónica Bildquelle: © Telefónica

"Das Ökosystem steht allen Unternehmen offen, die ihr IoT-Business erfolgreich entwickeln oder erweitern wollen", so Steffen Woerner, Global Partner Manager bei Telefónica Deutschland.

funkschau: Herr Woerner, mit welchen Mehrwerten will Telefónica durch sein Partnerprogramm im globalen IoT-Geschäft überzeugen?
Steffen Woerner: Das globale IoT-Partnerprogramm setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Erstens aus einem Ökosystem. Es besteht aus Firmen, die im IoT-Umfeld tätig sind oder tätig werden wollen. Interessierte Firmen werden durch Registrierung auf der Telefónica-Partnerplattform Teil dieses Öko-Systems. Sie bekommen die Möglichkeit, auf der Plattform ihre Lösungen zu präsentieren und anzubieten.
Inzwischen haben wir mehr als 900 registrierte Partner und unzählige Lösungen, vom einfachen Sensor bis hin zu komplexen Big Data-Produkten. Es gibt kaum eine IoT-Herausforderung, die mit Angeboten aus diesem Ökosystem nicht zu bewältigen wäre.
Als zweiten Teil bietet das Partnerprogramm Firmen das Trading mit Konnektivität an. Dazu stellt die Partnerplattform ein voll digitales Abwicklungssystem zur Verfügung. Dieses System ist nahtlos in unser SIM-Management-Portal eingebunden. So können Partner völlig unabhängig agieren. Denn es ermöglicht vielfältige Aufgaben,  von der SIM-Bestellung über das Bereitstellen von Customized-Tarifen bis hin zum Beheben von Störungen.

funkschau: Warum spielten und spielen Partner für den Erfolg in diesem Geschäftsbereich eine solch tragende Rolle?
Woerner: Wir haben erkannt, dass keine Firma die ganze Wertschöpfungskette in der noch jungen IoT-Branche abdecken kann. Telefónica als digitales Telekommunikationsunternehmen ist zum Beispiel der Spezialist für die Vernetzung per Mobilfunk – sowohl lokal als auch global. Mit mehr als 340 Millionen Kunden weltweit beherrscht Telefónica wie kaum ein anderes Telekommunikationsunternehmen die Abwicklung massenhafter Kundenaktivitäten.
Doch das Internet der Dinge braucht mehr: Es erfordert das Zusammenspiel der Branchen- und Technologie-Expertise sowie des Anwendungs-Know-hows von Unternehmen.
Telefónica hat deshalb das “Internet of Things Partner Programm”, kurz IPP, aufgelegt. Gerade wenn es darum geht, Privatkunden-Produkte smart zu machen, bedarf es einer Hosting-Plattform. Denken Sie beispielsweise an Smartphone-Apps – ohne die geht heute praktisch gar nichts mehr. Aber auch ein Bezahlsystem wird oft gebraucht. Das gilt vor allem, wenn das Produkt zunächst mit Basis-Funktionalitäten ausgestattet ist und später Upgrades erfolgen sollen. Für all das brauchen wir Partner.

funkschau: Wie sieht das Ökosystem konkret aus, und finden darin weitere Partner Platz?
Woerner: Wir haben heute schon einen gesunden Mix aus etablierten IoT-Playern und Start-ups. Des Weiteren stehen uns Distributoren zur Seite, um Produkte und neue Lösungen im IoT-Umfeld zu vermarkten. Besonders an dieser Schnittstelle sieht man deutlich, wie sich Partner gut ergänzen können: Die Einen haben die guten Produktideen und die Anderen das nötige Know-how und Netzwerk, um die Produkte zu vermarkten. Auf unserer IPP-Website können Interessierte sich einen ersten Eindruck verschaffen. Denn dort stellen wir ausgewählte IoT-Partner und deren Unternehmen vor.