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Neue Partnerstrategie: Placetel setzt verstärkt auf indirekten Vertrieb

Nachdem sich Placetel lange Zeit auf den Direktvertrieb fokussierte, will der Cloud-Telefonie-Anbieter jetzt allem voran UC-Produkte verstärkt über Partner vertreiben. Dabei soll ein neues Partnerportal helfen.

Peter Nowack CEO Placetel Bildquelle: © Placetel / Broadsoft

Peter Nowack, CEO bei Placetel

Placetel hat eine neue Partnerstrategie vorgestellt. Nachdem der Cloud-Anbieter in den vergangenen Jahren hauptsächlich auf den direkten Online-Vertrieb gesetzt hat, sucht das Unternehmen seit Beginn 2016 die Nähe zum deutschen Channel. „Wir haben die Partner sehr stiefmütterlich behandelt“, erklärt Peter Nowack, CEO bei Placetel, im Interview mit funkschau. „Die Direktvermarktung stand im Vordergrund.“

Seit Anfang 2016 würde Placetel aber verstärkt auf Vertriebspartner setzen – insgesamt 600 hätte Placetel seitdem für sich gewinnen können, so Nowack. Die Cloud-Telefonanlage will das Unternehmen sowohl direkt online als auch über Partner anbieten, das eigene Unified Communications-Portfolio ist hingegen ausschließlich für den indirekten Vertriebskanal vorgesehen. Immerhin handle es sich im um ein erklärungsbedürftiges Produkt, das Beratungsleistung beim Kunden erfordern würde, sagt der Placetel-CEO. Anforderungen, die der Hersteller nicht überall im Alleingang erfüllen kann.

Darüber hinaus sieht Nowack auch bei den Cloud-Telefonanlagen ein „überproportionales Wachstum“ im Partnervertrieb. Innerhalb von zwei Jahren wolle man ein ausgeglichenes Verhältnis von 50 Prozent direkt und 50 Prozent indirekt erreichen. Die Gefahr von Channel-Konflikten sieht der CEO hingegen nicht – ganz im Gegenteil: über die gesamte Placetel-Geschichte hinweg soll es nur etwa fünf entsprechende Überschneidungen gegeben haben, bei denen Kunden vom Partner beraten wurden, anschließend aber online kauften. Nichtsdestotrotz hat das Unternehmen vorgesorgt und eine Hotline für solche und andere Problem- und Konfliktfälle eingerichtet.