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Konzept "Vernetzter Laden" von Brodos: "Der stationäre Handel muss sich weiterentwickeln"

Im funkschau-Interview erklärt Brodos-CEO Dominik Brokelmann, warum das Internet das Ende des stationären Handels sein könnte und wie er dieses Schicksal abwenden kann.

Brodos Dominik Brokelmann Bildquelle: © Brodos

Dominik Brokelmann, CEO des Distributor Brodos, im funkschau-Interview

funkschau: Es ist immer wieder vom Fachhandelssterben die Rede – wie schätzen Sie die aktuelle Lage ein? Wie sehr muss sich der stationäre Handel vor Amazon und Co. fürchten?

Dominik Brokelmann: Wenn sich der stationäre Handel nicht weiterentwickelt, wird das Internet dessen Ende sein. Für alle, die sich nicht mit den Vorteilen des Onlineshoppings auseinandersetzen, ist die Lage daher sehr dramatisch. Allerdings darf man nicht vergessen, dass der Nutzen des Internets keine exklusive Sache für den Etailer ist. Das Internet kann und muss auch von stationären Händlern genutzt werden. In diesem Fall bedeutet es eine große Chance. 

funkschau: Wo sehen Sie die großen Vorteile, die der stationäre Handel gegenüber dem Online-Handel hat?

Brokelmann: Der Vorteil besteht in einem Ladengeschäft vor Ort und dem freundlichen wie hilfsbereiten Personal. Zahlreiche Dienstleistungen erfordern Service vor Ort und können oft nicht Online substituiert werden. Problematisch ist allerdings, dass diese Vorteile zunehmend nicht mehr den Nutzen aus dem Online-Handel kompensieren. Darum bleiben die Kunden aus.

funkschau: Daher rät Brodos zum vernetzten Laden. Ist es denn möglich, die Online- und Offline-Welt gewinnbringend zu verknüpfen?

Brokelmann: Ja, auf jeden Fall und das ist genau das, was wir konzeptionell auch mit einem vernetzten Laden propagieren. Stationäre Händler müssen sich weiter auf die kanalspezifischen Endkundenvorteile in ihrem regionalen Ladengeschäft konzentrieren, während sie gleichzeitig bei den Vorteilen, die der Online-Kanal dem Kunden bringt, aufholen. Diese sind Sortiment, Preis und Verfügbarkeit.