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Sieger: ITK-Produkte des Jahres 2011

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Hightech meets Fashion

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Ob RFID-Halskette, Swarovski-Speicherstick oder Navi-Jacke - verfolgen Sie, was dabei heraus kommt, wenn Technik und Mode Hand in Hand gehen. In unserer Bildergalerie.

24. November 2011
Überflüssig oder nützlich für die Karriere?

Für welche Ingenieure sich ein MBA lohnt

Ingenieure sollen sich weiterbilden, um für den Arbeitsmarkt interessant zu bleiben. Firmen wünschen sich für die technische Laufbahn vor allem Spezialkenntnisse, für Führungskräfte sind Soft-Skills und BWL-Wissen unerlässlich. Lohnt sich also ein (Vollzeit-) MBA? Darüber sind sich Personalberater nicht einig.

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Schanz VDE
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Dr. Michael Schanz ist Experte für Ingenieurberuf und -karriere beim VDE.

Die Wiege des MBA liegt in den USA. Harvard, Stanford, Yale – diese klangvollen Namen hat jeder schon mal gehört und wer einen Vollzeit-MBA von solch einer renommierten Hochschule vorweisen kann, ist mit Sicherheit ein Kandidat für eine steile Karriere, zum Beispiel im Consulting. In Deutschland gibt es keine Schule mit einem vergleichbaren Ruf. Das liegt daran, dass es MBA-Programme hierzulande noch nicht sehr lange gibt. Zu Beginn der 90er Jahre waren es gerade mal eine Handvoll in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Heute haben weiterbildungswillige Berufstätige die Qual der Wahl unter rund 400 Angeboten. Anders als in den USA werden hierzulande die meisten Programme in Teilzeit neben der Berufstätigkeit angeboten, speziell mit der Fachrichtung „General Management“ sind es nur rund ein Viertel, schreibt Detlef Kran, Kenner der Szene und Autor des „MBA-Guide“ aus dem Verlagshaus Wolters Kluwer.

So bietet beispielsweise die FH Landshut einen sehr anwendungsnahen Teilzeit-MBA „Systems and Project Management“ an. Studienleiter Prof. Dieter Nazareth will sich bewusst von herkömmlichen MBA-Programmen absetzen: „Unsere Ausbildung ist sehr technisch orientiert – als MBA hart an der Grenze.“ Denn nicht der Titel, sondern das Wissen sei doch für das Weiterkommen entscheidend. Projektverantwortung, oft für Großprojekte, das geht oft einher mit einer Beförderung – das nötige Rüstzeug könne man hier in Landshut lernen. Firmen aus dem Umkreis schätzen das praxisnahe Angebot und schicken den Nachwuchs häufig in die alte Fürstenstadt. Die Kosten halten sich mit rund 15.000 Euro vergleichsweise im Rahmen – auch das ist ein nicht unwesentlicher Faktor, schließlich muss sich der MBA für die weitere Karriere auszahlen.

Ob er das wirklich tut, da sind sich längst nicht alle Personalberater einig. Zu den Befürwortern eines Vollzeit-MBAs gehört Marlen Erber-Ludwig von Erber-Ludwig und Partner. Wird die Zusatzqualifikation "MBA" Ihrer Erfahrung nach von den Unternehmen honoriert und bedeutet es für die Kandidaten einen Karrieresprung und mehr Geld? „Eine zusätzliche MBA-Qualifikation ist insbesondere bei Ingenieuren, die eine Position im Marketing, Vertrieb oder Management anstreben, ein wichtiges Entscheidungskriterium für Unternehmen und wird auch entsprechend honoriert“, sagt sie. Bei Kandidaten mit betriebswirtschaftlichem Studium dagegen habe der MBA keinen so hohen Stellenwert. Wesentlich sei, wo der MBA gemacht wurde. „Er sollte auf jeden Fall international und bei einer anerkannten Universität erworben sein, z.B. auch in den USA. Die hohen Kosten hierfür zahlen sich aus.“, glaubt Erber-Ludwig. Auch berufsbegleitende Teilzeitangebote zum MBA kann die Personalberaterin empfehlen. „Je nach Position ist auch ein MBA mit einem spezifischen Schwerpunkt wie z.B. im Projektmanagement absolut lohnend, auch wegen der hohen Methodenkompetenz, die in komplexen Strukturen erforderlich ist.“

Ob es sich um einen MBA als Teilzeit- oder Vollzeitangebot handele, mache keinen Unterschied. Ein Teilzeit-MBA habe schlicht den Vorteil, dass der Beruf ohne Unterbrechung weiter ausgeübt werden könne, allerdings erfordere diese Vorgehensweise auch sehr viel Disziplin und koste Freizeit und Urlaub über einen Zeitraum von oft mehreren Jahren. „Unsere Erfahrung mit diesen Kandidaten ist, dass sie sehr zielorientiert und einsatzbereit sind und über eine überdurchschnittliche Frustrationstoleranz verfügen.“ Und welcher Personalentscheider liebt solche Attribute nicht?