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Ob RFID-Halskette, Swarovski-Speicherstick oder Navi-Jacke - verfolgen Sie, was dabei heraus kommt, wenn Technik und Mode Hand in Hand gehen. In unserer Bildergalerie.

03. März 2011
Personal Branding

Selbst-Marketing im Internet

Personalberater Christian Pape nennt es »Personal Branding« - soziale Netzwerke clever und erfolgversprechend für die Jobsuche zu nutzen. Die wichtigsten Fallstricke nennt er gleich mit.

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©  
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Viele Jobsucher tummeln sich in den einschlägigen »Social networks«, geben sich kernig und selbstbewusst: »Hier bin ich und ich will weg!« Sogar ihren Lebenslauf bieten sie auf der eigenen Website selbst beweihräuchernd zum Download an.

So nicht. Das ist ein schwerer Ausnahmefehler und bewirkt genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich erreichen will. Nicht nur, dass der eigene Chef darauf aufmerksam werden kann - das »Anbiedern« lässt das Interesse an der eigenen Person gegen Null sinken. Man ist als Ladenhüter geoutet und nur noch Ziel drittklassiger Headhunter, die auf so etwas vielleicht noch anspringen, weil sie mit dem »Lebenslauf-makeln« Geld verdienen wollen. Die Top-Arbeitgeber wird man so aber sicher nicht für sich begeistern.

Ziel muss es immer sein, den »Jagdinstinkt« eines Unternehmens oder eines Headhunters subtil zu wecken. »Personal Branding« heißt das Zauberwort. Dabei geht es um das gezielte Inszenieren und Steuern der eigenen Person und eines ebenso originellen wie möglichst positiv besetzten Profils im Web. Anfangs war diese Bewegung eher zufällig geprägt und ohne dass man darüber nachdachte, was die peinlichen Fotos vom Ballermann im Profil bei Facebook, Lokalisten oder StudiVZ anrichten können. Inzwischen überprüfen aber auch Personaler und Personalberater diese Web-Reputation, um sich ein zusätzliches Urteil über einen Kandidaten einzuholen.

Personen-Suchmaschinen wie Yasni oder 123people bieten hier hervorragende Suchmöglichkeiten. Das Internet »weiß« alles und vergisst nichts, damit also ist auch jedes unerwünschte Foto und jeder unüberlegte Blogeintrag (»Ich arbeite nur um zu Leben!«) selbst nach dem Löschen noch monatelang zugänglich. Im Ergebnis ist man dadurch heute vorsichtiger geworden.

Inzwischen wird mehr und mehr Nutzern bewusst, dass alles was man kann und weiß, auch andere im Netz interessiert. Wir sind alle längst eine Meute von Hobby-Spionen geworden, die neue Bekanntschaften ebenso wie alte Freunde zuerst einmal »ausgoogeln«, um uns von ihnen ein Bild zu machen.
Das kann und sollte man sich auch für die Jobsuche gezielt zu Nutze machen und nichts dem Zufall überlassen. Personal-Branding funktioniert, indem man einerseits spannende Profile über sich in relevanten sozialen Netzwerken veröffentlicht und hier möglichst viele »Buzz-Wörter« über sich und seine Kompetenzen einstreut, nach denen man gefunden werden will.

Niemals aber sollte man wie schon erwähnt aufzeigen, dass man auf Jobsuche ist. Weiterhin engagiert man sich überall, wo es für den zukünftigen Tätigkeitsbereich interessant sein könnte. Man schreibt in Foren, in Blogs, Newsgroups, sozialen Netzwerken, hält Kontakt zu Kunden, Ex-Kollegen, Bekannten und tauscht sich unauffällig aus. Man schreibt Fachberichte in den unzähligen Presseportalen im Internet, verlinkt diese auf seine Profile und berichtet über Neuigkeiten aus seiner Branche. Interessant ist auch die inverse Suche, man fahndet gezielt nach Mitarbeitern von Unternehmen, bei denen man gerne arbeiten würde. Unaufdringlich, fast spielerisch lernt man sich so kennen, und kann so den Grundstein dafür legen, bei seiner Traumfirma zu geeignetem Zeitpunkt unterzukommen. Ableiten könnte man daraus ein neues Motto für clevere Jobsuche im Internet: »Es geht nicht darum, wen du kennst, sondern darum, wer dich kennt.«

Selbst Google ist auf diesen Markt angesprungen und bietet die Möglichkeit, ein individuelles eigenes Profil wie eine Web-Visitenkarte anzulegen (Google-Profile).

Der Markenaufbau der Ich-AG im Netz ist also auf dem Vormarsch, sorgen Sie dafür, dass Sie dabei sind.